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Conny Gärtner im Interview mit Alberto del Pozo, myPension Altersvorsorge GmbH

Private geförderte Altersvorsorge – BVMW Positionspapier

Die Bedeutung der privaten (geförderten) Altersvorsorge für den Mittelstand

Conny Gärtner im Vitamin C-Interview mit Alberto de Pozo von myPension. Er ist langjähriger Branchenexperte und Fachsprecher für Altersvorsorge beim BVMW und hat das Positionspapier, um das es in diesem Interview geht, mit entwickelt (Pressemeldung dazu).

Die finanzielle Absicherung im Alter ist für Selbstständige, Arbeitnehmende und Unternehmer im Mittelstand von entscheidender Bedeutung. Entsprechend enttäuschend ist die Tatsache, dass es seit Jahren gleich mehrere Bundesregierungen versäumt haben, die 𝗽𝗿𝗶𝘃𝗮𝘁𝗲 𝗴𝗲𝗳𝗼̈𝗿𝗱𝗲𝗿𝘁𝗲 𝗔𝗹𝘁𝗲𝗿𝘀𝘃𝗼𝗿𝘀𝗼𝗿𝗴𝗲 (𝗣𝗚𝗔) und die betriebliche Altersversorgung sinnvoll zu reformieren. Dies ist zum Leidwesen von fast 30 Millionen Sparern, die zusehen müssen, wie sich ihre Rentenlücke – obwohl sie regelmäßig Geld zur Seite legen – nach wie vor nicht sinnvoll schließen lässt.

In der Kommission für Arbeit und Soziales des BVMW wurde daher ein Positionspapier zur geförderten privaten Altersvorsorge verfasst, in dem die Einführung eines Altersvorsorgekontos gefordert wird. Die Vorschläge der BVMW-Kommission gehen deutlich weiter als die aktuellen Pläne der Regierung und könnten dabei helfen, das Altersvorsorgekonto zu einem effizienten, leistungsfähigen und lebensbegleitenden Instrument der Absicherung im Alter zu machen. Das Altersvorsorgekonto kann nach Ansicht des BVMW zukünftig das zentrale Element zur finanziellen Absicherung im Alter in Deutschland werden und auch Unternehmen die Möglichkeit bieten, sich ohne Haftungsprobleme und hohem Verwaltungsaufwand an der Altersvorsorge der Mitarbeitenden zu beteiligen.

Nur wer frühzeitig und systematisch Vorsorge trifft, kann im Alter finanziell unabhängig und abgesichert sein. Der BVMW empfiehlt daher allen Mittelständlern, nicht erst auf mögliche Reformen des Staates zu warten, sondern sich bereits heute intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Und: eine überzeugende Altersvorsorge im Unternehmen ist zudem ein entscheidendes Instrument zur Bindung und Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften.

Die Herausforderungen der Altersvorsorge im Mittelstand

Zur Bindung und Gewinnung von Fachkräften ist deren finanzielle Absicherung im Alter so wichtig wie seit vielen Jahren nicht. Viele mittelständische Unternehmen unterschätzen dies. Dabei kann man – unabhängig von den ausstehenden Reformen – mit den passenden Instrumenten bereits heute die Attraktivität als Arbeitgeber nachhaltig steigern. Für 37 Prozent der Arbeitnehmenden ist eine überzeugende finanzielle Absicherung im Alter ein wichtiger Grund, sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden. 50 Prozent der Mitarbeitenden geben sogar an, dass dies ein zentrales Argument ist, im Unternehmen zu bleiben. Trotzdem sind die Teilnahmequoten in der betrieblichen Altersversorgung („bAV“) seit Jahren enttäuschend. Der Hauptgrund dafür: Es mangelt an überzeugenden Lösungen und der richtigen Kommunikation innerhalb der Unternehmen.

Aktuelle bAV-Lösungen ungenügend für die heutigen Generationen

Die zunehmend in den Arbeitsmarkt drängenden Generationen Y und Z haben deutlich höhere Anforderungen an ihre finanzielle Absicherung als noch die Generation davor. Altersvorsorge muss für heutige Mitarbeitende digital verfügbar sein, am besten per App über das Smartphone. Hier konkurriert die bAV zunehmend mit Neo-Brokern und Online-Plattformen. Und doch planen nur rund sieben Prozent der Unternehmen, für die bAV zukünftig eine App-basierte Lösung einzuführen. Hinzu kommt, dass es in Unternehmen oft nur renditeschwache, unflexible, teure und intransparente bAV-Lösungen gibt, von denen mittlerweile sogar die Verbraucherschutzzentralen abraten.

Arbeitgeber sind bei der Altersvorsorge in der Pflicht

Es braucht modernere und leistungsfähigere Lösungen mit einem klaren, greifbaren Mehrwert für Fachkräfte, um eine langfristige Bindung zum Unternehmen herzustellen. Aber oftmals sind selbst die Arbeitgeber nicht gut über die eigenen Lösungen informiert. Dabei sind 72 Prozent der Mitarbeitenden der Meinung, dass der Arbeitgeber eine aktive Rolle beim Angebot einer bAV übernehmen sollte. Ein mangelhaftes Angebot führt somit unmittelbar zu Vertrauensverlust und senkt die Attraktivität des Arbeitgebers in der Wahrnehmung von Fachkräften massiv.

Ein echter Mehrwert: Lösungen außerhalb der bAV

Der regulatorische Rahmen ist so eng und komplex, dass sich die besseren Lösungen aktuell oftmals außerhalb der bAV finden: ETF-basierte Vorsorgekonten. Sie sind flexibler, deutlich kostengünstiger und für Mitarbeitende jederzeit online per Web oder App verfügbar. Die zu erwartende Rente, die durch passende Zuschüsse des Arbeitgebers sinnvoll aufgestockt werden kann, wird börsentäglich angezeigt – ebenso wie der aktuelle Vertragswert. Der finanzielle Beitrag des Arbeitgebers für die Altersvorsorge wird täglich in Form höherer Rentenleistungen über das eigene Smartphone greifbar. Fachkräfte sehen so unmittelbar, worauf sie bei einem Arbeitgeberwechsel verzichten würden. Ein weiterer großer Vorteil für den Arbeitgeber: Er wird von komplexen Verwaltungsaufwänden der bAV entlastet. Zudem entfällt die Arbeitgeberhaftung für die spätere Rentenzahlung.

Ein attraktiver Arbeitgeber für Fachkräfte werden

Nicht nur ein schlüssiges Konzept macht attraktive Arbeitgeber aus, sondern auch die transparente und nachvollziehbare Kommunikation des Konzeptes. Digitale Plattformen verwalten mittlerweile nicht nur die angebotenen Lösungen, sondern vereinfachen auch die Implementierung und verbessern die Kommunikation mit den Mitarbeitenden. Ein digitaler Zugang im Unternehmen, um die Altersvorsorge einzusehen, Auszeiten anzustoßen und multimedialen Content zur Kommunikation bereitzustellen, wird zunehmend ein entscheidender Faktor im Wettbewerb um Fachkräfte werden. Es ist mittlerweile alles verfügbar, um die Unternehmen im Mittelstand für Fachkräfte attraktiv zu machen. Es liegt jetzt nur noch an Ihnen, diese Instrumente auch zu nutzen.

Handlungsempfehlungen für den Mittelstand

Um die Herausforderungen der Altersvorsorge im Mittelstand zu meistern, empfiehlt der BVMW folgende Schritte:

  1. Frühzeitig mit der privaten Altersvorsorge beginnen und kontinuierlich Beiträge einzahlen
  2. Die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten sorgfältig prüfen und die passende Lösung finden
  3. Regelmäßig den Vorsorgestand überprüfen und bei Bedarf anpassen
  4. Sich unabhängig beraten lassen
  5. Die staatlichen Fördermöglichkeiten für die private Altersvorsorge nutzen
  6. Auch an die Altersvorsorge der Mitarbeiter denken und sinnvolle Vorsorgemodelle anbieten

Weitergehende Informationen

(Praxis-)Hilfen für private (geförderte) Altersvorsorge

Unabhängige Beratungsstellen beraten Sie neutral zu Ihrer Altersvorsorge.

Orientierung über die Höhe der möglichen Rentenlücke bietet der folgende Rechner:
https://mypension.de/rentenlueckenrechner/

Über den folgenden Sparplanrechner kann man einen ersten Eindruck gewinnen, welche Lösung der privaten Altersvorsorge nach Kosten und Steuern die höchsten Renditen ermöglichen kann: https://mypension.de/sparplanrechner/

Kontakt:
Alberto del Pozo, Geschäftsführer
myPension Altersvorsorge GmbH
+49 69 348755194
delpozo@mypension.de
LinkedIn 

www.mypension.de

MyPension hat die Mission, kostengünstige, renditestarke und flexible Altersvorsorgelösungen zu entwickeln und sie dorthin zu bringen, wo sie heute erwartet werden: auf das Smartphone. Mit niedrigen Kosten, einer wissenschaftlichen Anlagestrategie, voller Flexibilität und attraktiven Steuervorteilen.

myPension bietet renditestarke, provisionsfreie und ETF-basierte Lösungen rund um die Themen Altersvorsorge, Vermögensaufbau und Kapitalanlage.

Vitamin C – Wissen für ein effektives Unternehmer-Netzwerk

In dieser Reihe spricht Conny Gärtner mit Unternehmerinnen und Unternehmern. Deren Erfahrung und Wissen hilft anderen, ihren Job leichter zu machen.

Cornelia Gärtner
Der Mittelstand, BVMW e.V.
Geschäftsstelle FrankfurtRheinMain / Leiterin der Wirtschaftsregion Rhein-Main
cornelia.gaertner@bvmw.de
+49 172 69 027 01
LinkedIn

www.bvmw.de/frankfurt-am-main

 

Herrmann Claudia

Seit Mai 2022 bin ich im ConnyUnity Team dabei für die BVMW-Mitglieder in der Wirtschaftsregion FrankfurtRheinMain als Ansprechpartnerin. Ich kümmere mich um alles, was im Büro gebraucht wird, damit wir als Team unseren Mitgliedern ihren Job ein bisschen leichter machen können. Überzeugte „Netzwerkerin“ bin ich seit vielen Jahren. Meine eigene Erfahrung aus 9 Jahren als Geschäftsführerin eines mittelständischen Unternehmens hat mir gezeigt, wie wertvoll ein funktionierendes, berufliches Netzwerk ist. Es wächst über Jahre, wenn ich mich selbst kümmere und mit meinen Kompetenzen einbringe. Ich gebe und habe schließlich Menschen, die ich bei quasi allen Themen um Rat fragen kann, die ich selbst beauftragen oder auch mit Überzeugung empfehlen kann, weil ich aus Erfahrung weiß, dass sie gute Qualität bieten. Genauso werde ich angefragt, wenn eine Unternehmerin oder ein Unternehmer aus meinem Netzwerk Bedarf an meinen Dienstleistungen hat. Beide Seiten profitieren. So funktioniert effektive Netzwerkarbeit.