Was unterscheidet Interesse von Kaufbereitschaft? Und wie lässt sich unternehmerischer Erfolg mit humanitärer Hilfe verbinden? Beim Last Tuesday des BVMW in Frankfurt am Main geht es um wirksamen Vertrieb und gesellschaftliche Verantwortung.
Rund 50 Unternehmer und Gäste kommen im B&B Hotel auf der Hanauer Landstraße in Frankfurt zusammen. Zwei kurzfristige Absagen verändern unser Programm. Suresh Babu und Barbora Marakova springen spontan ein und bringen zwei Themen mit, die mehr verbindet, als zunächst zu vermuten ist: konkrete Entscheidungen und konsequentes Handeln.
B&B Hotel Frankfurt City-Ost: Gastfreundschaft schafft Begegnungen
Hotelmanager Stefan Fischer empfängt uns im B&B Hotel Frankfurt City-Ost ausgesprochen herzlich. Die offene Atmosphäre bietet beste Voraussetzungen für Gespräche, neue Kontakte und den Austausch unter Unternehmern.
Suresh Babu: Echte Kaufsignale erkennen
Menschen kaufen gerne, werden aber nicht gerne verkauft. Diese Beobachtung steht im Mittelpunkt des Vertriebsimpulses von Suresh Babu, Gründer des BVMW-Mitglieds SmartSales Partner und Autor des Vertriebsfachbuchs Revenue Reality.
Seine Botschaft: Vertrieb bedeutet, Kunden beim Kaufen zu unterstützen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Doch woran erkennen wir tatsächliche Kaufbereitschaft? Ein Like, freundliches Lob oder „Klingt spannend“ reichen nicht. Aussagekräftiger sind Budgetgespräche, die Einbindung weiterer Entscheider und verbindliche Termine.
Diese drei Fragen helfen, Verkaufschancen zu qualifizieren:
Was fehlt noch bis zur Zusage?
Wer entscheidet mit?
Wann findet das nächste Gespräch statt?
Auch die eigene Arbeitsorganisation zählt. Suresh empfiehlt, den nächsten Arbeitstag bereits am Vorabend mit festen Kontaktzeiten und konkreten Ansprechpartnern zu planen.
B2B und B2G: Den richtigen Entscheider erreichen
In der Diskussion schildert ein Unternehmer Herausforderungen beim Vertrieb an öffentliche Verwaltungen (Business-to-Government – B2G). Anfragen kommen häufig von Personen ohne Entscheidungskompetenz. Die Angebotserstellung kostet dadurch Zeit, ohne dass ein Auftrag absehbar ist.
Wir diskutieren, wie standardisierte Briefings die Anforderungen frühzeitig klären und unnötige Abstimmungen vermeiden können. Ebenso wichtig ist es: Die eigenen Wunschkunden konkret benennen und geeignete Ansprechpartner über mehrere Kanäle ansprechen.
FRAY e. V.: Wenn Unternehmertum humanitäre Hilfe finanziert
Barbora Marakova, Gründerin des BVMW-Mitglieds FRAY e. V., stellt ihr Geschäftsmodell mit sozialem Auftrag vor. Die Gewinne ihrer Eventagentur finanzieren die Verwaltung des gemeinnützigen Vereins. Dadurch kann sie sämtliche Spenden direkt für Hilfsprojekte eingesetzten.
Für eine geplante Hilfsfahrt in die Ukraine am 12. Dezember 2026 werden unter anderem noch Generatoren, Powerbanks, warme Kleidung und Hygieneartikel benötigt. Im Netzwerk entstehen sofort Gespräche über Transportmöglichkeiten, Sammelstellen und Partner für größere Sachspenden. FRAY plant, auch Menschen in anderen Krisenregionen (Sudan) zu unterstützen.
Für die Praxis: Zwei Impulse für den Mittelstand
1. Vertrieb verbindlicher gestalten. Nicht die freundliche Reaktion ist relevant, die konkreten nächsten Schritte zählen. Wer Entscheider, Budget und Termine klärt, nutzt seine Vertriebszeit gezielter.
2. Gesellschaftliche Verantwortung praktisch denken. Unternehmen können nicht nur Geld spenden. Auch Kontakte, Logistik, Dienstleistungen und vorhandene Ressourcen können Hilfsprojekte unterstützen.
Locker Netzwerken mit Pizza
Beim Warm-up tauschen sich die Gäste in Kleingruppen zu den Themen Vertrieb, Gesundheit, Vorsorge und den Möglichkeiten aus, die ihnen Der Mittelstand. BVMW e. V. konkret bietet – ein Kennenlernen über gemeinsame Interessen. Nach den Impulsen vertiefen sie bei Pizza die Gespräche und knüpfen in dieser lockeren Atmosphäre neue Verbindungen. Das Team der L’Osteria Frankfurt Hanauer Landstraße hat ihre leckeren Pizzen übrigens höchstpersönlich zu uns über die Straße getragen.
Fazit: Wirkung entsteht durch Handeln
Was nehme ich von diesem Last Tuesday mit? Gute Ideen allein verändern wenig. Entscheidend ist, daraus konkrete Schritte zu machen – im Vertrieb ebenso wie beim gesellschaftlichen Engagement. Genau dafür bietet unser BVMW-Netzwerk Raum: Erfahrungen teilen, Menschen verbinden und gemeinsam Lösungen entwickeln.
Häufige Fragen zu Vertrieb und humanitärer Hilfe
Woran erkennen Unternehmen echte Kaufsignale?
Echte Kaufsignale zeigen sich vor allem durch konkrete Handlungen: Kunden sprechen über Budgets, beziehen Entscheider ein oder vereinbaren verbindliche Folgetermine. Freundliches Lob und Social-Media-Likes allein sind keine verlässlichen Indikatoren für Kaufbereitschaft.
Wie können mittelständische Unternehmen ihren Vertrieb verbessern?
Durch die systematische Qualifizierung von Verkaufschancen, klare Ansprechpartner und konsequentes Nachverfolgen. Hilfreich sind feste Zeitfenster für Vertriebsaktivitäten sowie drei Fragen: Was fehlt zur Zusage? Wer entscheidet mit? Wann ist der nächste Termin?
Wie verbindet FRAY e. V. Unternehmertum und humanitäre Hilfe?
FRAY e. V. nutzt ein hybrides Modell: Die Gewinne einer Eventagentur finanzieren die Verwaltungskosten des Vereins. Nach Angaben der Gründerin Barbora Marakova fließen dadurch 100 Prozent der Spenden direkt in humanitäre Hilfsprojekte.
Fotos vom Last Tuesday Oktober 2026
Stefan Fischer, Conny Gärtner; Foto: Andreas Wetzel
Der Mittelstand im B&B Hotel; Foto: Andreas Wetzel
Stefan Fischer; Foto: Andreas Wetzel
Suresh Babu; Foto: Andreas Wetzel
Suresh Babu; Foto: Andreas Wetzel
Jeremia Rehn; Foto: Andreas Wetzel
Barbora Marakova, Conny Gärtner; Foto: Andreas Wetzel
Barbora Marakova; Foto: Andreas Wetzel
Der Mittelstand im B&B Hotel; Foto: Andreas Wetzel
Manfred Domnowski; Foto: Andreas Wetzel
Der Mittelstand im B&B Hotel; Foto: Andreas Wetzel
Woody Herner, Andreas Bauer, Patrick Hüter; Foto: Andreas Wetzel
Woody Herner, Simone Schwander, Maike Benner; Foto: Andreas Wetzel
Jeremia Rehn; Foto: Andreas Wetzel
Eva Prinz; Foto: Andreas Wetzel
Patrick Hüter; Foto: Andreas Wetzel
Eva Prinz, Barbora Marakova, Simone Schwander; Foto: Andreas Wetzel
Conny Gärtner; Foto: Andreas Wetzel
Woody Herner; Foto: Andreas Wetzel
Kevin Eyber, Christine Backhaus; Foto: Andreas Wetzel
Der Mittelstand im B&B Hotel; Foto: Andreas Wetzel
Suresh Babu, Conny Gärtner, Stefan Fischer, Barbora Marakova; Foto: Andreas Wetzel
Cornelia Gärtner Leiterin BVMW Hessen Leiterin Geschäftsstelle Frankfurt am Main cornelia.gaertner@bvmw.de +49 172 69 027 01 LinkedIn
Last Tuesday
Last Tuesday ist DAS Netzwerktreffen des Verbands Der Mittelstand. BVMW e.V. in FrankfurtRheinMain. Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte treffen sich zum anregenden, niveauvollen und heiteren Austausch. Impulse auf den Punkt, Menschen in ihrer ganzen Vielfalt und eine abwechslungsreiche Umgebung sorgen garantiert für eine frische Brise im Kopf.
Netzwerkprofi mit großer Freude an wertschätzender Kommunikation und Erfolg. Sie liebt es, Menschen in Kooperation zu bringen. Dipl. Soziologin & Informatik-Betriebswirtin (VWA) & City-Managerin & Industriekauffrau & Betriebliche Gesundheitsmanagerin & Inhaberin der ConnyUnity. Über ein Jahrzehnt Engagement für den Mittelstand. Leitung von Der Mittelstand. BVMW e. V. Hessen und BVMW Geschäftsstelle Frankfurt am Main. Ansprechpartnerin für Presse und Politik. Gemeinsam mit fast 20 Repräsentanten vernetzt und positioniert sie in Hessen rund 1.000 Mitgliedsunternehmen und gibt ihnen eine starke Stimme.
×
Complete Payment
Cookie-Zustimmung verwalten
Um ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir sehr sparsam Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Ohne Zustimmung können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.